Diese Seite berichtet über die Linuxinstallation auf den barebone Notebooks, die von Computerexpress im Technopark (Zürich) vertrieben wurden. Als no-name Produkt bieten diese ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, aber weil sie keinen eigentlichen Hersteller besitzen, war es schwierig abzuschätzen, wie glatt die Linuxinstallation ablaufen würde. Es stellt sich heraus, dass das "Business" Modell, das ich gekauft habe, hardwaremässig identisch ist mit dem "Targa Visionary 1000", der hier beschrieben wird: rolandgruber.de/linux-t.htm (bzw. da sich die Modelle kaum zu unterscheiden scheinen, "Targa Visionary 1x00"). Handbücher in pdf finden sich hier: http://service.actebis.com/Notebook/Handb.html.
Mit anderen Worten, die Linux-Installation verlief relativ schmerzlos.
(wie bei rolandgruber.de, steht hier, damit ich mit
google gefunden werden kann)
| Prozessor | 1100 Mhz Pentium III |
| Speicher | 256 MB RAM |
| Festplatte | 30 GB |
| Bildschirm | 14,1 " TFT |
| DVD | 8x DVD, 24x CD |
| Floppy | integriert |
| Modem | SiS 630 |
| Netzwerk | SiS 630 10/100 Mbit/s |
| Grafikchip | SiS 630 |
| Audio | SiS 630 (AC 97) |
Abgesehen von der Info, dass die Computerexpress-Machinen mit dem "Targa Visionary" identisch sind, habe ich nur Konfigurations- Details anzufügen.
Mein XF86Config-4.
Ich benutze defaultmässig 24bpp. Ist hübscher zum Filme gucken
und überhaupt, zapft allerdings Performance, da Hardware-Beschleunigung
von X noch nicht unterstützt wird. Kann aber jeden Moment soweit sein,
xfree86.org schreibt im 4.2.0 driver status document:
" The [SiS] 630, 300, and 540 are also supported, but this code is new and there are some problems with it in this version".
Das Problem mit sis_drv.o hat sich mit X 4.2.0 offenbar erledigt.
Meine Kernel-Konfiguration (kann im "make menuconfig"-Menu geladen werden): kernelconfig
Meine Package-Selections (in dselect laden): dpkg-selections
Um mit dem bereits von rolandgruber.de empfohlenen xine kommerzielle DVDs anzuschauen, benötigt man die folgende Software (rechtlich unklaren Zustandes): libdvdcss und xine_d4d_plugin, zum Setzen des region-codes dvd_disc.
Ich benutze ein Nokia 6510 via Infrarotport. Es scheint sich (laut Handbuch) bei diesem um einen "HP HDSL-2300/3600"-Chip zu handeln. Ich habe allerdings gar nicht versucht, FIR zu verwenden, sondern im BIOS (NB, "Del" drücken beim Bootvorgang) unter "Serial Port 2" die Option "IrDA" gewählt. SIR (slow infra-red) funktioniert so problemlos: Ich kompiliere IrDA-support als Module in den kernel. als nächstes benötigt man die irda-utils. Die Linux IR-HOWTOs sind hier.
Der IR-port ist ttyS1 und sollte beim Booten erkannt werden:
$ dmesg | grep ttyirattach startet die Suche nach Geräten:
ttyS00 at 0x03f8 (irq = 4) is a 16550A
ttyS01 at 0x02f8 (irq = 3) is a 16550A
$ cat /etc/irda.conf
#irda.conf Version: 1.0
IRDADEV=/dev/ttyS1
DONGLE=none
DISCOVERY=-s
ENABLE=yes
#setserial /dev/ttyS1 uart none
#modprobe irda irtty
#lsmod
irtty 5696 2 (autoclean)
irda 95908 0 (autoclean) [irtty]
#irattach /dev/ttyS1 -s
#irdadump
12:31:44.607685 xid:cmd ff2182f9 > ffffffff S=6 s=0 (14)
12:31:44.697683 xid:cmd ff2182f9 > ffffffff S=6 s=1 (14)
12:31:44.777670 xid:rsp ff2182f9 < 11370000 S=6 s=1 Nokia 6510 hint=b125 [ PnP Modem Fax Telephony IrCOMM IrOBEX ] (27)
12:31:44.787680 xid:cmd ff2182f9 > ffffffff S=6 s=2 (14)
12:31:44.877686 xid:cmd ff2182f9 > ffffffff S=6 s=3 (14)
12:31:44.967685 xid:cmd ff2182f9 > ffffffff S=6 s=4 (14)
12:31:45.057682 xid:cmd ff2182f9 > ffffffff S=6 s=5 (14)
12:31:45.147685 xid:cmd ff2182f9 > ffffffff S=6 s=* ulqos hint=0400 [ Computer ] (21)
Software zur Kommunikation mit Nokia-Geräten findet man bei gnokii.org:
$ grep .. ~/.gnokiirc | grep -v ^\#
[global]
port = /dev/ttyS1
model = 6510
initlength = default
connection = irda
bindir = /usr/local/sbin/
use_locking = yes
serial_baudrate = 19200
require_dcd = 1
[sms]
timeout = 10
$ gnokii --identify
GNOKII Version 0.4.3
IMEI : 351105103671667
Manufacturer : Nokia
Model : NPM-9
Revision : V 04.12
Eine weitere vielleicht nützliche Information,
ich benutze den Freecom Portable II externen CD-Brenner.
Es hat etwas gedauert, bis ich das Ding erfolgreich erkennen
konnte. Mit der obigen
Kernel-Konfiguration und
den folgenden Angaben (und dem nützlichen
CD-Writing-HOWTO)
klappt's. Der Brenner wird über eine PCMCIA-Karte
angeschlossen und muss als scsi-Gerät posieren, d.h.
sowohl pcmcia und scsi-ide müssen
vom Kernel unterstützt werden.
In /etc/lilo.config setze ich die
Zeile append="hde=ide-scsi" (damit der
Brenner beim Booten keinen ide-Driver kriegt).
Nach den Kommandos
#insmod sg
#insmod sr_mod
#insmod loop
#insmod ide-scsi
Sollte cdrecord -scanbus
eine vernünftige Ausgabe produzieren:
# cdrecord -scanbus
Cdrecord 1.10 (i686-pc-linux-gnu) Copyright (C) 1995-2001
Jörg
Schilling
Linux sg driver version: 3.1.19
Using libscg version 'schily-0.5'
scsibus0:
0,0,0
0) 'TEAC ' 'CD-W524E ' '1.0A'
Removable CD-ROM
Und ich kann (exakt nach CD-Writing-HOWTO) mit dem Brennen
beginnen:
#IMG_SIZE=`mkisofs -R -q -print-size burn/ 2>&1 | sed -e "s/.*
= //"`
#echo $IMG_SIZE
#[ "0$IMG_SIZE" -ne 0 ] && mkisofs -r burn/ | cdrecord
speed=8 dev=0,0,0 tsize=${IMG_SIZE}s -data -
wobei burn/ die Dateien enthält, die ich auf der
Disc haben will.
Der Computer war (und ist) eine akzeptable Lösung, billig zu einem GHz Laptop mit DVD zu kommen. Ich bin zufrieden. Die Nachteile sind halt die, die man sich mit billiger Hardware einhandelt: Der Ventilator lässt sich nicht regulieren (das nervt manchmal schon etwas), apmd funktioniert nicht, die Systemuhr bleibt stehen, wenn ich den Deckel zuklappe, und eben, keine Hardware-Grafikbeschleunigung. Das ist der Deal. Aber sonst hält der Computer was er verspricht und macht einen soliden Eindruck.
Das eingebaute Modem habe ich bis jetzt nicht angeschaut.