arabische Wurzeln

Umschrift des arabischen Alphabets:
' b t _t ^g .h _h d _d r z s ^s .s .d .t .z ` .g f q k l m n h w y

Wehr (Hans Wehr, Arabisches Wörterbuch für die Schriftsprache der Gegenwart, 1952) enthält 2967 triliterale Wurzeln (daneben 362 quadriliterale, die meisten davon deutlich entlehnt, lautmalerisch oder redupliziert).

Bei einem Alphabet mit 28 Buchstaben existieren theoretisch 21952 Kombinationen, d.h. es werden von der Sprache ansehnliche 2967:21952 = 13.5% der Möglichkeiten ausgenutzt. Ein 3-dimensionaler Plot der belegten Wurzeln ergibt folgendes Bild:


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In dieser Darstellung so nicht gut sichtbar (vgl. Animation), klafft in der "Mitte" des Alphabets ein Loch: Sibilanten kombinieren untereinander ungern; siehe dazu weiter unten.

Die Verteilung tritt noch etwas klarer zutage, wenn man das Alphabet nach phonetischen Kriterien umordnet:

r l m n b f d t _d _t .d .t .z .s z s ^s ^g q k .g _h .h ` h ' w y


Auftreten der einzelnen Buchstaben, nach Position

' b t _t ^g .h _h d _d r z s ^s .s .d .t .z ` .g f q k l m n h w y
R1 90 132 37 29 111 161 126 103 31 182 83 157 145 88 50 74 8 156 90 125 154 104 114 128 235 103 147 13
R2 35 172 78 34 107 91 56 127 50 258 91 98 88 74 51 82 18 95 45 143 106 92 185 180 120 104 244 152
R3 72 174 56 39 73 109 41 158 17 282 68 121 79 52 54 85 16 145 20 156 136 64 220 203 153 38 156 189
total 197 478 171 102 291 361 223 388 98 722 242 376 312 214 155 241 42 396 155 424 396 260 519 511 508 245 547 354

nach Häufigkeit:
r w l m n b f ` q d s .h y ^s ^g k h z .t _h .s ' t .d .g _t _d .z

Der mit Abstand seltenste Radikal ist .z; der mit Abstand häufigste r. Allgemeines Bild: Häufig sind Liquiden und Labiale, selten sind (alte) Frikative. Die Häufigkeit von w, v. a. als R2, könnte auch mit alten zweiradikaligen Wurzeln zu tun haben (d.h. w aus altem reinem Vokal). Der schwache Radikal y tritt auffallend selten initial auf (das könnte grammatische Gründe haben; Verwechslungsgefahr mit einem Präfix; auch t ist initial unterproportional vertreten).

Kombination von je zwei Buchstaben in einer Wurzel

Es folgen Tabellen mit Auszählungen von gemeinsamem Auftreten von jewels zwei bestimmten Wurzelradikalen, also [R1:R2], [R1:R3], [R2:R3]; zuerst mit den eigentlichen Zahlenwerten, danach normiert (i.e. skaliert mit der absoluten Häufigkeit des jeweiligen Buchstabens in der fraglichen Position).

Auffallend ist jeweils die fehlende Kombination von [ t _t z s ^s .s .d .t ] mit sich selber - mit Ausnahme einer starken Diagonale in [R2:R3]: Es handelt sich um (vielleicht ursprünglich biliterale) verba mediae geminatae; Wurzeln, deren zweiter Radikal verdoppelt wurde (bzw., im Fall der Sibilanten, könnten sich auch zwei ursprünglich verschiedene Radikale assimiliert haben). Wurzeln der Form XYY existieren 274 (35% der 784 möglichen). Dagegen existiert nur eine einzige Wurzel mit R1=R2 (d-d-y `verhätscheln').

R2 = R3



R1 x R2

R1 x R3

R2 x R3

R1 x R2 (normiert)

R1 x R3 (normiert)

R2 x R3 (normiert)